Vertreiben von Maulwurf und Wühlmaus

Also Butter bei die Fische: Was hilft gegen Maulwürfe wirklich? Wie wird man Wühlmäuse los?

Es gibt unterschiedliche Methoden der Maulwurfvertreibung und Wühlmausjagd. Sie sind auch unterschiedlich erfolgreich, zumal sie davon abhängen, was der Gesetzgeber erlaubt (im Falle der artgeschützten Maulwürfe), welche Beschaffenheit das Habitat hat und in welcher Jahreszeit die Aktion durchgeführt wird. Beispielsweise können landwirtschaftliche Flächen nur mit einem Wühlmauspflug behandelt werden, während das Feld gerade nicht genutzt wird.

Rechtliche Rahmenbedingungen

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Die rechtlichen Vorschriften sind zu beachten, um keine Strafe zu riskieren.

Die Jagd auf die Wühlmaus in Deutschland ist legal, denn die in Deutschland verbreiteten Mäusearten gelten weder national, noch international als gefährdet. In der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) ist sie also nicht berücksichtigt. Im Tierschutzgesetz (TierSchG) fällt die Wühlmausbekämpfung unter Paragraph 4, Absatz 1, demgemäß Tiere „im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen“ getötet werden dürfen.

Der Europäische Maulwurf – also der „Gartenbesuchermaulwurf“ – steht hingegen unter Artenschutz. Insgesamt hat die Weltnaturschutzunion IUCN zwei Maulwurfsarten als „critically endangered“ (vom Aussterben bedroht) und acht als „endangered“ (gefährdet) oder „vulnerable“ (leicht gefährdet) eingestuft. Das Bußgeld für die Tötung bedrohter Tierarten variiert von Bundesland zu Bundesland, ist aber in den meisten auf einen Maximalwert von 50.000 Euro festgelegt.

Deshalb müssen Sie vor jedem Bekämpfungsversuch, der das Tier verletzen oder töten könnte, zweifelsfrei feststellen, dass es sich nicht um einen Maulwurf handelt.

Da geschützte Tierarten nicht verletzt oder in ihren natürlichen Lebensabläufen gestört werden dürfen, ist auch das Fangen des Maulwurfs nicht ohne Weiteres erlaubt. Es ist allerdings möglich, bei der örtlichen Landesbehörde für Umwelt- und Naturschutz eine Sondergenehmigung zu erwirken. Die wird in der Regel gewährt, wenn der Grund für die Umsiedlung des Maulwurfs in einer Gefahr für den Maulwurf besteht – beispielsweise in Form einer im Garten ansässigen Katze. Es muss allerdings hinzugefügt werden, dass der Fang des flinken Maulwurfs hervorragende Reflexe erfordert.

Legal ist die Vertreibung – die sogenannte Vergrämung – des Maulwurfs. Denn hier wird das Umfeld für den Maulwurf so unangenehm gestaltet, dass er sich freiwillig zu einem Umzug entscheidet.

Richtiger Zeitraum

Die besten Jahreszeiten für die Bekämpfung von Wühlmäusen sind

  •  der Spätherbst (die Ernte hat das Erdreich gelockert, der Boden ist offen und die Fläche liegt brach)
  • Winterende / Frühlingsanfang (vor der Produktion des ersten Wurfs Junger seit der unterirdischen Überwinterung)

Eine eher ungünstige Zeit stellt der Sommer dar. In dieser Phase ist die Population durch Nachwuchs so groß geworden, dass sich die jungen Tiere auf der Suche nach neuen Siedlungsräumen befinden. Es sollte also bei der Vertreibungs- und Bekämpfungsaktion ein sehr großes Gebiet abgedeckt werden. Auch mit dieser Maßnahme ist es aber wahrscheinlich, dass Sie nicht jedes Mitglied der Mäusefamilie erwischen.

Die ungünstige Zeit für die Vertreibung des Maulwurfs sind der Winter und Frühling. Im Winter ziehen sich Maulwürfe tiefer unter die Erde zurück. So ist es schwieriger, sie zu „vergrämen“. Im Frühjahr halten sie sich ebenfalls in ihren untersten Etagen auf, denn dort versorgen sie ihre Jungen. Bis die Nesthocker ohne Versorgung der Mutter überleben können, rührt sich der Maulwurf in der Regel nicht von der Stelle.

Die richtige Methode wählen

Wenn Sie einwandfrei identifiziert haben, welcher Wühler in Ihrem Garten sein Unwesen treibt, können Sie zur Bekämpfung schreiten. Folgende Methoden beschreiben wir Ihnen näher: