Andere Methoden

Maulwurf vertreiben mit Karbid

Die Vertreibung von Maulwürfen und Wühlmäusen mit Karbid wurde immer wieder versucht, ist aber tatsächlich nicht sehr effektiv. Karbid ist eigentlich ein festes, steinähnliches Element; wenn von der Wühlmausbekämpfung mit Karbid gesprochen wird, ist das gasförmige Calciumcarbit gemeint. Es wird in derselben Weise eingesetzt wie Buttersäure.

Da sich Buttersäure besser bewährt hat, kommt die Karbid-Methode immer seltener zum Einsatz. Das ist auch gut so, denn Calciumcarbit birgt Gefahren: Es ist so leicht entzündlich, dass es keinesfalls angewendet werden darf, wenn brennende Zigaretten, Grills oder Holzöfen in der Nähe sind. Sie müssen vermeiden, das Gas einzuatmen. Hautkontakt sollte vermieden werden. Manche Experten empfehlen sogar, dass Karbid nur von Personen eingesetzt werden sollte, die sich sehr gut mit Chemie auskennen. Wenn dies der Fall ist, können Sie es im Onlinehandel erwerben.

Wenn Sie kleine Kinder oder Haustiere mit Zugang in den Garten haben, sollten Sie Calciumcarbid grundsätzlich nicht einsetzen. Zu schnell kommen sie versehentlich damit in Kontakt.

Wühlmäuse mit Fallen fangen oder töten

Um Wühlmäuse lebendig oder tot zu fangen beziehungsweise Maulwürfe nach erfolgter Ausnahmegenehmigung zu fangen, stehen unterschiedliche Fallentypen zur Verfügung. Beliebt sind insbesondere Kippbügelfallen, Röhrenfallen und die sogenannte Bayerische Drahtfalle. Sie werden in der Regel in den Ein- und Ausgängen von (mit dem Spaten geöffneten) Gängen einsetzt. Die Öffnungen dürfen natürlich nicht verschüttet sein.

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Sollten Sie die Geduld verloren haben, helfen Fallen.

Handelt es sich um eine Falle, die einen Köder erfordern, ist die Verwendung von allem möglich, was die Mäuse gerne anknabbert und gut riechen können: Seien es Möhren, Sellerie oder Kartoffeln. Dass Mäuse Käse lieben, ist hingegen ein Mythos. Sie finden den fremdartigen Geruch von Käse zwar sehr interessant, fressen ihn jedoch nicht. Deshalb ist der Einsatz von Käse in einer Falle suboptimal.

Der Einsatz von Fallen lohnt sich nur, wenn der Wühlmausbefall in Ihrem Garten sich noch auf eine überschaubare Anzahl von Exemplaren beschränkt. Hat die Gartenmaus schon zwei- oder dreimal in ihrem Gartenheim Junge geworfen, ist es riskant, mit der Falle auf die Jagd zu gehen. Andererseits ist der Fang einer Wühlmaus in einer Lebendfalle jedoch besonders schonend und tierlieb.

Setzen Sie gefangene Wühlmäuse und Maulwürfe so schnell wie möglich in ihrem neuen Habitat aus, damit sie nicht hungern.

Begasungspräparate aus dem Fachhandel

Im Handel stehen unterschiedliche Mittel zum Verkauf, um Wühlmäuse durch sogenannte „Begasung“ zu töten. Bei Kontakt mit Erde setzen sie bestimmte Gase frei, die ausreichen, um die Wühlmäuse direkt in ihren Gängen zu töten. Andere zielen nur darauf ab, sie zu vertreiben. Beide Arten von Mittel beruhen auf dem Prinzip, dass die Tunnelsysteme mit Gas gefüllt werden, weshalb nach der Begasung alle Ausgänge sorgfältig geschlossen werden müssen. Sie dürfen also auf keinen Fall Ausgänge übersehen.

Es empfiehlt sich, sorgfältig die Gebrauchsanleitung zu lesen. Achten Sie insbesondere darauf, ob der im Präparat verwendete Stoff Ihren Kindern oder Haustieren schaden könnte.

Wühlmäuse mit Fraßködern töten

Fraßköder eigenen sich besonders für den Einsatz im Spätherbst oder Spätwinter, weil den Wühlmäusen in den anderen Jahreszeiten oft so viel Nahrung zur Verfügung steht, dass sie die Köder nicht in ausreichender Menge fressen. Oder sie schleppen ihn in ihre Vorratskammer für den Winter, wo er unter Umständen verdirbt oder abbaut, bevor er im Magen der Wühlmäuse landet. Auch hier gilt: Setzen Sie Giftköder niemals an Orten ein, an denen Kinder oder Haustiere sie finden könnten.