Buttersäure

Maulwurf vertreiben mit Buttersäure (Vergrämung)

Als die gemeinhin beste Methode für die Vertreibung von Maulwürfen gilt der Einsatz von Buttersäure. Sie ist auch die beste tierliebe Variante, um Wühlmäuse loszuwerden. Somit stellt der Griff zur Buttersäure auch die einzige Methode dar, die Sie einsetzen können, wenn Sie sich der Spezies Ihres Gastes nicht restlos sicher sind.

Was ist Buttersäure?

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Für Chemie-Fans: Die Strukturformel von Buttersäure.

Buttersäure – auch als Butansäure bekannt – ist bei Zimmertemperatur flüssig und farblos und zeichnet sich vor allem durch ihren ekelerregenden Geruch aus. In hochkonzentrierter Form kann er von Mensch und Tier wahrgenommen werden, erinnert an ranzige Butter – daher der Name – und an Erbrochenes. Sie gehört als leichte Fettsäure in die Gefahrenklasse 1B. Diese Stoffe haben eine reizende Wirkung auf Haut, Augen und Atemwege.

Außerhalb der Maulwurfsabwehr ist Buttersäure vor allem in Industrie- und Chemieunternehmen im Einsatz. Sie wird bei der Herstellung von Kunststoff und – ironischerweise – Parfüm verwendet.

Die richtige Anwendung von Buttersäure

Der Grundgedanke der Technik des Vergrämens besteht darin, dass der Maulwurf oder die Wühlmausfamilie von alleine umzieht, wenn das Habitat zu unbequem wird. Das heißt: Nerven Sie die Gäste, bis sie verschwinden! Da beide Spezies eine sehr empfindliche Nase haben, funktioniert das am besten beim Einsatz von unangenehmen Gerüchen.

Zunächst müssen Sie für den Einsatz von Buttersäure das richtige Präparat im Handel kaufen. „Das richtige“ heißt: Für die ultimative Gestankfreisetzung muss es sich um hochkonzentrierte Buttersäure handeln. Buttersäure speziell für die Vertreibung von Maulwürfen können Sie ohne Schwierigkeit online kaufen.

Mit Handschuhen – um Hautreizungen zu vermeiden – tränken Sie alte Lappen mit der Buttersäure und stopfen Sie in alle bekannten Ein- und Ausgänge des Tunnelsystems. Sie können einen Stock verwenden, um es möglichst tief in den Gang zu schieben. Wenn Sie hinter einem Maulwurf her sind, dann schaufeln Sie die Erde der Maulwurfshügel am besten vorsichtig weg, um das Loch freizulegen, das in den Gang führt, ohne ihn zuzuschütten. Geschieht das, versuchen Sie, den Eingang mit den Fingern zu ertasten.

Tipp: Bewohnt das Tier nur einen Teil des Gartens, sollten Sie auch den anderen Teil „mitbehandeln“, damit Maulwurf oder Wühlmaus nicht einfach von der einen Ecke in die andere umzieht.

Besonders praktisch: Die Rückstände der Buttersäure bleiben im Boden zurück. So stören sie zwar Sie nicht, halten jedoch zukünftig neue vorbeiziehende Maulwürfe und Wühlmäuse davon ab, sich das aufgegebene Revier anzueignen.

Insofern können Sie Buttersäure auch anwenden, wenn sich noch kein Tier bei Ihnen niedergelassen hat, Sie jedoch eine Migration – zum Beispiel aus dem Nachbargarten – befürchten.